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Hartferritmagnete

 

Hartferritmagnete werden im wesentlichen aus Eisenoxid, sowie Barium- bzw. Strontiumcarbonat hergestellt.
Die  Bestandteile werden gemischt, granuliert und vorgesintert und danach unter Anlegen eines Magnetfelds trocken oder nass gepresst.  So  entstehen vorzugsgerichtete (anisotrope) Magnete, die sich nur in der vorgegebenen Richtung magnetisieren lassen,  dadurch aber  stärker ausgeprägte magnetische Eigenschaften aufweisen. Ohne Anlegen eines Magnetfelds während des Pressvorgangs entstehen nicht vorzugsgerichtete (isotrope) Magnete. Sie haben  schwächer ausgeprägte magnetische Eigenschaften,  lassen sich dafür erheblich leichter, z.B. radial, magnetisieren.
Die anisotropen oder isotropen Presslinge werden anschließend in oxidierender Atmosphäre gesintert.

 

Hartferrite  sind magnetisch harte keramische Werkstoffe und weisen bezüglich Härte und Sprödigkeit die entsprechenden mechanischen Eigenschaften auf. Sie können durch Schneiden mit Diamantwerkzeugen,  durch Schleifen mittels Diamantscheiben und Trovalisieren bearbeitet werden.

 

Die magnetischen Eigenschaften der Hartferritmagnete sind, verglichen mit anderen metallischen Magnetwerkstoffen,  relativ niedrig.  Ihre Vorzüge liegen dafür aber  in den geringen Kosten, ihrer  Korrosions- und chemischen Beständigkeit sowie der leichten Magnetisierbarkeit.

 

 

Magnetische Eigenschaften Hartferrite

 

 
 
Hatferrit-Magnete

 

Hartferritmagnete im Überblick

 

Rohstoffe:   

Eisenoxid, Strontium- bzw. Bariumcarbonat, Kobalt und Lanthan in geringen Mengen (2  bis 4 %)

Stoffformel:    SrO(oderBa O)· nFe2O3

Verfügbarkeit

der Rohstoffe:
 

Eisenoxid wird  industriell erzeugt , meist aber als Abfallprodukt  der Stahlverarbeitung entnommen.  Barium und Strontium sind Erdalkalimetalle und häufig in der Natur zu finden. Hartferritmagnete sind deshalb relativ preisstabil.

Herstellung:  

Trocken-  oder Nasspressen des Werkstoffpulvers  mit oder ohne Magnetfeld, danach Sintern der Presslinge in oxidierender Atmosphäre.

Vorteile:  

kostengünstiger Werkstoff, gute Korrosions- und chemische Beständigkeit deswegen keine Beschichtung notwendig, leichte Magnetisierbarkeit

Nachteile:  

magnetische Eigenschaften nicht sehr hoch, die hohe Härte führt leicht zu Abplatzungen vor allem bei Schlägen oder beim Zusammenstoß mit anderen Magneten

(Max.) Arbeits-

temperatur:
 

ca.250°C (bei optimaler Geometrie)

Physikalische

Eigenschaften:
 
Thermischer Ausdehnungskoeffizient: 9-13 10 -6/° C
Thermische Leitfähigkeit: 4

W/m·K

Spez. elektr. Widerstand: >104

µΩ m

Mechanische

Eigenschaften:
 
Zugfestigkeit:    50-60

MPa

Druckfestigkeit:               600-700

MPa

Elastizitätsmodul:            15-200 103MPa
Härte:   500-600 HV

 

 

 

Hatferritmagnete